Umzug überflüssiger denn je – Ein Kommentar von Dr. Fritz-Gerrit Kropp

 

Nach Startbahn-Aus: Der Umzug der Polizeihubschrauberstaffel ist überflüssiger denn je.
Durch das Corona-Aus für die dritte Startbahn und durch den massiven Einbruch des zivilen Luftverkehrs am Münchner Flughafen wird der Umzug der Hubschrauberstaffel der bayrischen Bereitschaftspolizei nach Oberschleißheim noch unsinniger.
Der Hubschrauberbetrieb wurde durch den zivilen Flugverkehr am Münchner Airport noch nie nennenswert eingeschränkt und jetzt nach dem durch Corona bedingten und anhaltenden Niedergang des kommerziellen Flugverkehrs erst recht nicht. Die Umzugskosten – mindestens 40 Millionen Euro – könnten angesichts der steigenden Staatsverschuldung eingespart werden bzw. für sinnvollere Dinge investiert werden.
Im aktuellen Landesentwicklungsplan Bayern (LEP) wurde eindeutig festgelegt, dass der Ballungsraum München von weiterem Fluglärm frei zu halten ist. Nach wie vor ist die geplante Vermehrung von bisher 2.500 Flugbewegungen durch die Bundespolizei-Hubschrauber auf zukünftig mindestens 6.000 Flugbewegungen pro Jahr -Tag und Nacht – in unmittelbarer Nähe zur Stadtgrenze von München bzw. der Gemeinde

Oberschleißheim für die Bevölkerung unzumutbar.
Die Voraussetzung für die Verlagerung der Hubschrauber waren steigender Flugverkehr und die dritte Startbahn. Dies wird nun beides für lange Zeit ausbleiben, auch wenn die Staatsregierung völlig starrsinnig versucht, die Baugenehmigung für die dritte Startbahn auf ewig bestehen zu lassen. Gegen den Umzug regt sich seit Jahren Widerstand, u. a. klagen auch die Gemeinde und der Bund Naturschutz beim Verwaltungsgericht gegen den Planfeststellungsbeschluss.

Dr. Fritz-Gerrit Kropp
Gemeinderat und Fraktionssprecher
Mitglied im Bau- und Werkausschuss, Finanzausschuss, Umwelt- und Verkehrsausschuss

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