Stellungnahme des GRÜNEN Ortsverbands zu den Einwendungen der Gemeinde Oberschleißheim gegen den Ausbau der A92

Anders als in den Medien suggeriert, stimmen wir GRÜNEN dem Ausbau der A92 keineswegs begeistert zu.
Dies hat die Gemeinderatsfraktion in der Gemeinderatssitzung, in der über die Einwendungen beschlossen wurde, unmissverständlich artikuliert. Der Antrag der GRÜNEN, die entsprechenden Formulierungen aus den Einwendungen herauszunehmen, wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt.

Wir teilen die Bedenken der Landtagsfraktion der GRÜNEN zu der im Hinblick auf zukünftige Verkehrsentwicklungen überdimensionierten Planung. Sie führt zu einem riesigen Autobahnkleeblatt am Ortsausgang, in das auch noch die Zufahrt einer künftigen Umgehungsstraße integriert werden muss. Deren Planung ist allerdings derzeit auf Eis gelegt.

Die Planung als solche kann die Gemeinde alleine nicht verhindern. Aber sie kann und muss mit ihren Einwendungen dafür Sorge tragen, dass das Wohl und die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich geschützt werden, durch Lärmschutz, Flüsterasphalt, Geschwindigkeitsbegrenzungen und eine vernünftige Baustellen- und Zufahrtsplanung für alle Ortsteile.  Deswegen hat die GRÜNE Gemeinderatsfraktion den Einwendungen zugestimmt.

Nach wie vor ungelöst ist die Frage, was mit den Verkehrsströmen aus den expandierenden Nachbargemeinden geschieht. Wie kommen zum Beispiel die 4000 Arbeitnehmer*innen für das neue Gewerbegebiet in Unterschleißheim zu ihren Arbeitsplätzen? Durch unsere Gemeinde? Deshalb setzen wir uns unverändert für einen Autobahnhalbanschluss in Riedmoos statt einer Umgehungsstraße ein.

Dr. Andrea Wörle und Christoph Münster
Sprecherin und Sprecher des Ortsverbands

 

Verwandte Artikel